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Unser Diakonieprojekt

 


Textfeld:

Unsere Kirchengemeinde hat bei ihrer Gemeindeversammlung am 19.03.2017 beschlossen, als Diakonieprojekt die Organisation „COPE Laos“ zu unterstützen.

 

COPE ist eine gemeinnützige Organisation, die gegründet wurde, um den vielen Bombenopfern in Laos eine angemessene Behandlung und Versorgung zu gewährleisten. Parallel dazu gibt es andere Organisationen, die Bombenräumungen betreiben (z.B. UXOLAO); diese bekommen – im Gegensatz zu COPE – aber auch öffentliche Gelder von verschiedenen Ländern (z.B. Australien, inzwischen auch USA).


Einige Informationen zu diesem Projekt:



Laos ?

 Laos ist ein eher kleiner (etwa so groß wie die alte Bundesrepublik Deutschland) Staat in Südostasien mit knapp 7 Mio Einwohnern, umgeben von Vietnam, China, Myanmar, Thailand und Kambodscha. Die Hauptstadt ist Vientiane mit ca. 750.000 Einwohnern. Das Land ist extrem arm, gehört zu den ärmsten Ländern Asiens. Die Menschen leben sehr häufig noch von Subsistenzlandwirtschaft, nicht in allen Orten gibt es Strom und fließendes Wasser, und nur wenige Menschen haben die Möglichkeit, ihre Dörfer zu verlassen - sie haben weder das Geld für den Bus, geschweige denn für ein Fahrzeug (auch Fahrräder sind oft unerschwinglich).

 
Welche Problematik besteht in Laos?

Textfeld:  Während des Vietnamkrieges wurde Laos im sogenannten „Geheimen Krieg“ (der eigentlich ein Laotischer Bürgerkrieg war, in welchem sich die Großmächte USA, Sowjetunion und China einmischten) von Bombengeschwadern der Westalliierten bombardiert, um damit den Nachschubweg der Vietkong, die Laos nutzten, um Kämpfer und militärisches Material von China nach Südvietnam zu bekommen („Ho-Chi-Minh-Pfad“) , zu blockieren. Streubomben mit fast 300 Mio Einzelbomben wurden abgeworfen, davon ging ca. 1/3 nicht auf. Dies bedeutet, dass am Ende des Krieges fast 100 Mio unexplodierte Munition über das Land verteilt war. Die nebenstehende, anklickbare Karte zeigt die Verteilung der Bombardierungen des Landes.

 
30.000 Menschen wurden während des Krieges, zwischen 1964 und 1973, durch Blindgänger schwer verletzt oder kamen ums Leben.

 
Mehr als 20.000 Menschen wurden seit 1974 durch Blindgänger verletzt oder kamen ums Leben, davon waren 40% Kinder. 13.500 Menschen hiervon verloren ein Bein oder einen Arm.

 
Heute muss man immer noch mit ca. 100 neuen Fällen von schweren Verletzungen bzw. Tod pro Jahr rechnen, es sind immer noch viele Kinder betroffen, da diese oftmals in der Subsistenzlandwirtschaft für das Hüten der Tiere zuständig sind und dabei auf Blindgänger treten oder diese durch das Anzünden eines Feuers auslösen.


Dennoch nimmt die Zahl der zu behandelnden Bombenopfer langsam ab und der Fokus von COPE verschiebt sich immer mehr zu anderen Behinderten, z.B. Unfallopfern, Leprafolgeschäden oder behindert Geborene. Durch die bereits bestehende Infrastruktur kann somit Laos ein Behindertenförderungssystem entwickeln, welches in ähnlich armen Ländern noch sehr unüblich ist.

 


Was macht COPE?


COPE ist eine gemeinnützige Organisation in Laos, die Prothesen und Rehabilitationsmaßnahmen für Betroffene anbietet. Weiterhin wird ein Informationszentrum in Vientiane betrieben, welches hauptsächlich Einheimische schulen soll im Umgang mit Blindgängern, welches aber auch Touristen mit dem Problem bekanntmachen will.


Weiterhin sammelt COPE Spendengelder, um sein Ziel, Bombenopfer kostenlos versorgen zu können, auch weiterhin verfolgen zu können. Man benötigt dazu ja nicht nur Materialien zur Herstellung von künstlichen Körperteilen, sondern auch Aufwendungen für Ärzte, Orthopädiemechaniker, Physiotherapeuten und Ergotherapeuten. Und man benötigt Geld für die Versorgung der Patienten, die ihre Rehabilitationsmaßnahmen in einer staatlichen Rehabilitationsklinik erhalten (es besteht eine Partnerschaft zwischen COPE und vier Kliniken im ganzen Land).

 
Schließlich arbeitet COPE auch in der internationalen Organisation „Cluster Munition Coalition“ mit, die es sich zum Ziel gesetzt hat, dass alle Staaten der Welt (derzeit sind es nur 101 von ca. 190 Staaten) einen vollständigen Bann von Clustermunition umsetzen.




Wie arbeitet COPE?


Cope produziert in eigenen Werkstätten in der Hauptstadt Vientiane Körperersatzstücke, passt diese individuell an und stellt Rehabilitationsleistungen zur Verfügung, so dass die oftmals noch sehr jungen Patienten es lernen, optimal mit ihren neuen Armen und Beinen umzugehen. Rehabilitationsmaßnahmen werden sowohl in der Hauptstadt in eigenen Einrichtungen angeboten, als auch in staatlichen Rehakliniken, mit denen kooperiert wird (in Luang Prabang, Xieng Khouang, Champasak und Savannakhet).


Weiterhin wurde das Netzwerk „COPE Connect“ aufgebaut, um das Wissen über COPE und die Angebote auch in die dünn besiedelten Landesteile zu bringen, wo sehr viele Leute betroffen sind, aber oftmals weder COPE kennen, noch es sich leisten könn(t)en, in die Hauptstadt zu reisen. COPE versucht, zusammen mit den örtlichen Gemeindebehörden, seine Arbeit bekannt zu machen und auch Ansprechpartner vor Ort zu etablieren, die dann den Kontakt in die ferne Hauptstadt herstellen können.

 


Unterstützung:


COPE Lao ist eine gemeinnützige Einrichtung, an der der Staat Laos beteiligt ist. Hierdurch stehen auch staatliche Leistungen limitiert zur Verfügung – z.B. in Form von Plätzen in Reha-Einrichtungen, aber auch in Form kostenlos nutzbarer Immobilien (z.B. das Visitor Center in Vientiane). Durch die extreme Armut im Land sind diese Mittel beschränkt.

Im Gegensatz zu UXO LAO (Minenräumung) erhält COPE auch keine Mittel aus den Entschädigungsfonds, die seit dem Vietnam-Krieg existieren – allerdings unterstützt Australien (einer der regionalen Hauptbeteiligten am Vietnamkrieg) COPE hin und wieder.

Es sind daher Spenden erforderlich. Nachdem Laos eine international nicht kompatible Bankenlandschaft hat und außerdem bezüglich der Vorschriften der Rechnungslegung derzeit ebenfalls international (noch) nicht akzeptiert wird, wurde das australische gemeinnützige Unternehmen Global Development Group (GDG) mit der internationalen Spendeneinwerbung beauftragt. GDG prüft die Rechnungsunterlagen auf Korrektheit.

 
H
ierdurch sind Spenden aus Australien, den USA sowie der EU (durch die Zulassung in Großbritannien) steuerbegünstigt (was es für uns erheblich vereinfacht, als Kirchengemeinde Zahlungen dorthin zu leisten).

 
I
n Deutschland gibt es derzeit nur eine weitere Organisation, die sich bei COPE Laos engagiert, nämlich die Christoffel-Blindenmission.

 


Weiterführende Informationen:


So arbeitet Cope - eine Informationsbroschüre in englischer Sprache (pdf)



https://de.wikipedia.org/wiki/Laos (Landeskunde in deutscher Sprache)

https://en.wikipedia.org/wiki/Laos (Landeskunde in englischer Sprache)

 

https://de.wikipedia.org/wiki/Laotischer_B%C3%BCrgerkrieg (Laotischer Bürgerkrieg, deutsch)

https://en.wikipedia.org/wiki/Laotian_Civil_War (Laotischer Bürgerkrieg, englisch)

 

https://de.wikipedia.org/wiki/Vietnamkrieg (Vietnamkrieg allgemein, deutsch)

https://en.wikipedia.org/wiki/Vietnam_War (Vietnamkrieg allgemein, englisch)


http://wikitravel.org/de/Laos (Reiseführer Laos, deutsch)
http://wikitravel.org/en/Laos (Reiseführer Laos, englisch)

 
ttp://www.copelaos.org/ (COPE LAOS, Hauptseite, englisch)


http://www.youtube.com/watch?v=N7O6EdGY_jc&context=C3d36412ADOEgsToPDskLCJaKvlAUy86KYQByHlS5U (COPE–THE MOVIE – Bericht über einen Patienten, mit englischen Untertiteln, ca. 15 Minuten)


https://www.youtube.com/watch?v=Gwoznegxz5Y&context=C3b6ba2cADOEgsToPDskJ1Py_njDQuNTkbUPyXgaCs

(Wie arbeitet COPE? Zusammenfassender Kurzfilm mit englischen Untertiteln, ca. 5 Minuten)


https://www.youtube.com/watch?v=JZKF2CBy39U

(Bericht einer Unfallpatientin, mit englischen Untertiteln, ca. 5 Minuten)


https://www.youtube.com/watch?v=9pBjjZoDRQo

(Gute Beschreibung von COPE, von AusAID, Australien (englisch, ca. 4 Minuten)

 


Sie wollen spenden?


Nichts leichter als dieses. Überweisen Sie den gewünschten Betrag auf unser Gemeindekonto oder geben sie ihn im Pfarramt ab. Geben Sie bitte den Verwendungszweck (COPE LAOS) an und Ihren Namen und Adresse, falls Sie eine Spendenbescheinigung wünschen. Wir werden das Geld unverzüglich nach Laos weiterleiten und Ihnen auf Wunsch einen Nachweis darüber per eMail zur Verfügung stellen.




Sie wollen Laos besuchen?


Damit haben Sie sich etwas vorgenommen!
Eine beeindruckende Natur, viele buddhistische Tempelanlagen, die auch von Mönchen bewirtschaftet werden, freundliche Menschen, gutes Essen, das Land macht einen geruhsamen, sehr wenig hektischen Eindruck.

Allerdings besteht außerhalb der großen Städte (Vientiane, Luang Prabang, Pakxe, Savannakhet) keine brauchbare touristische Struktur. Man muss viel vor Ort umplanen, die Hotels entsprechen oft nicht westlichem Standard, Leitungswasser ist nicht trinkbar.

Es gibt Reiseführer zu kaufen, auf Wikitravel ist weiter oben verlinkt.


Laos ist international nur von den Nachbarländern aus erreichbar, eine Anreise über Bangkok (mit Thai Airways) oder über Kuala Lumpur (Malaysian Airlines plus Air Asia) ist empfehlenswert.